Altersübergreifende Gruppe

Eine altersgemischte Gruppe entsteht, wenn Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder in einer Gruppe aufeinandertreffen.

Ab ihrem ersten Lebensjahr kommen die Kinder in unsere Einrichtung und können bis zur Einschulung bleiben.

Um eine gute Betreuung und Bildungsangebote zu gewährleisten, sowie pflegerischen Tätigkeiten nachkommen zu können, reduziert sich die Gruppengröße durch jedes Kind unter drei Jahren, da diese zwei Kindergartenplätze einnehmen. Unsere Gruppe besteht derzeit aus 21 Kindern und sind zwischen eins und sechs Jahre alt. Die Kinder werden in der Regel durch zwei Erzieher und eine Hauswirtschaftskraft durch den Tag begleitet. Eine dritte Fachkraft ist zudem an bestimmten Zeiten zusätzlich im Haus, sodass Angebote zu einzelnen Bildungsbereichen, wie zum Beispiel der Sprachförderung, absolviert werden können.

Als Erzieher genießen wir die Momente, in denen die Kinder achtsam miteinander umgehen und füreinander sorgen. Es besteht eine familienähnliche Atmosphäre, die auch dadurch zum Tragen kommt, das die Kinder eine lange Zeit in unserer Einrichtung sein können.

Wir bieten den Kindern für eine längere Zeit eine konstante Bezugsperson. In der Gruppe können langfristige Freundschaften entstehen und die jüngeren Kinder lernen am Verhaltensmodell der älteren Kinder. Es gibt weniger Konkurrenz, Konflikte und Streit, da die Gruppe klein ist und die Kinder sich mit unterschiedlichen Materialien beschäftigen. Ältere Kinder lernen rücksichtsvoll zu sein und sind den jüngeren Kindern gegenüber hilfsbereit, trösten und unterstützen sie. Sie lernen emphatisch miteinander umzugehen.

Die jüngeren Kinder werden schnell selbstständig, da die älteren Kinder Entwicklungsanreize bieten und sie neugierig von ihnen lernen. Die älteren Kinder geben den jüngeren Kindern auch Sicherheit und Geborgenheit, um sich wohlzufühlen und die Welt mit Neugierde zu entdecken.

Die älteren Kinder und angehenden Schulkinder bekommen eine besondere Aufmerksamkeit, um sich auf den Wechsel in die Schule vorbereiten zu können. Sie lernen durch die Fürsorge gegenüber den jüngeren Kindern, sich gewählt auszudrücken und Vorgänge zu erklären, sodass sie von den jüngeren umgesetzt werden können. Die Kinder erkennen, dass sie schon einiges gelernt haben. Dieses spiegelt sich auch in ihren Portfolios wieder. Sie sehen alte Bilder und können Bezüge zu ihrer eigenen Entwicklung und den jüngeren Kindern herstellen. Auch in den Fotos erkennen sie ihr Wachstum.

Die Eltern sehen wir als die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes. Sie Sind Experten für die Bedürfnisse, Ängste, Freuden, Gewohnheiten, Stärken und Schwächen ihres Kindes. Wir geben unser Bestes, um eine gute Bezugsperson sein zu können. Durch den langen Aufenthalt der Kinder in unserer Einrichtung entsteht ein intensives Miteinander zwischen den Eltern, den Kindern und uns.